Gold & Silver

Was ist ein Safe-Haven Asset? Die Anlageklasse für Krisen

Der Gold & Silber Blog für Anleger und Interessierte. Eine etwas andere Sichtweise zum Thema «Echtes Geld».

Safe-Have Assets – also sogenannte sicher Häfen in stürmischen Zeiten – sind gefragt. Doch was zeichnet diese Assetklasse aus und warum sind sie gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je? 

Safe-Haven Assets sind Orte an die sich Investoren zurückziehen, wenn sich an den Finanzmärkten ein Sturm zusammenbraut. Klassische Anlageklassen wie Aktien sind zu diesem Zeitpunkt typischerweise überbewertet und gleichzeitig treten politische und wirtschaftliche Spannungen auf.

Die bekanntesten Safe Haven Assets sind (oder waren es bisher zumindest:

  • Gold
  • Währungen
  • Defenisve Aktien
  • Bonds
  • Immobilien
  • Infrastruktur

Diese Assetklassen haben ihren Wert während wirtschaftlichen Rezessionen hoher Volatilität in den Märkten (Börsencrashs etc.) bewahrt, oder sind sogar im Wert gestiegen.

Was zeichnet Safe-Haven Assets aus?

Die drei oben genannten Klassen sind nicht zufällig zusammengwürfelt. Sie zeichnen sich durch bestimmte Charakteristiken aus. Diese haben sich durch Jahrzente (im Falle von Gold Jahrtausende) bewährt und bewahrheitet. Dies bedeutet nicht, dass man aufgrund von historischen Daten zwangsläufig auf die Zukunft schliessen sollte, doch historisch gesehen hat sich dieser Trend bestätigt.

  1. Hohe Liquidität (Währungen / Cash)

Einer der wichtisten Faktoren einer Safe-Haven Assetklasse ist ihre Liquidität. In Zeiten hoher Volatilität sind Flexibilität und Verfügbarkeit von Vermögen ein zentrales Kriterium. Währungen sind hier (trotz Gefahren der Inflation und Währungsschwankungen) der Favorit. Währungen können am schnellsten investiert, verkauft, umgetauscht und in andere Assetklassen transferiert werden.

Selbst in Zeiten drohender Währungskrisen lohnt es sich, Cash-Reserven zu haben. Diese bieten dem Besitzer die Möglichkeit, schnell und unkompliziert Investitionen zu tätigen.

  1. Begrenzte Verfügbarkeit (Gold, Silber & Bitcoin)

Wenn ein Produkt schneller produziert wird, als die Nachfrage danach wächst, wird es früher oder später an Wert verlieren. Der Wert von Gold besteht beispielsweise zu einem grossen Teil aus dem Fakt, dass die weltweiten Goldreserven begrenzt sind und nur eine limitierte Menge pro Jahr abgebaut werden kann. Während einer Krise verschärft sich die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold, doch die Verfügbarkeit bleibt begrenzt. Dies ist einer der Gründe weshalb Gold im Preis (in Währungen gerechnet) ansteigt.

Im Falle von Kryptowährungen wie Bitcoin ist die Verfügbarkeit ebenfalls begrenzt und die künstliche Verknappung (Bitcoin Halving) sorgt für langfristig steigende Nachfrage.

  1. Verschiedene Anwendungsmöglichkeiten (Rohstoffe)

Assetklassen wie Rohstoffe verfügen auch in Krisenzeiten (oder gerade in Krisenzeiten) über Nachfrage. Diese kann auch industrieller Natur sein, wie im Falle von Silber oder Kupfer. Silber hat beispielweise eine grosse Palette von technischen Eigenschaften, die für eine Vielzahlt für Wirtschaftszweige relevant sind. Gleichzeitig besitzt es noch den Aspekt eines monetären Metalls.

  1. Langanhaltende Nachfrage (Krisensicher)

Ein Punkt der zu Zeiten von digitaler und technischer Revolutionen des aktuellen Jahrhunderts schwer vorherzusehen ist. Grundnahrungsmittel, Wasser und Energie werden zu allen Zeiten gefragt sein und können in Form von Investments abgedeckt werden. Diese Formen bieten langfristig gesehen Sicherheit und einen Gegenpol zu ansonsten eher kurzfristig orientierten Portfolios von Aktien und Finanzprodukten.

Immobilien können trotz hoher Risiken einen Safe-Haven Charakter besitzen. Wir reden hier nicht von einem 50 Millionen-Appartement in New York City. Bezahlbares Wohneigentum, an geografisch wertvoller Lage, kann auch während Rezessionen und Erschütterungen im Immobilienmarkt ein langfristiges Einkommen generieren. Vor allem als Gegenpol zu anderen Assetklassen in einem strategischen Portfolio.

Fazit

Die absolute Sicherheit gibt es nicht. «Safe-Haven» ist grundsätzlich ein Buzzword und eine Investoren-Fantasie, denn keine Assetklasse ist vor Crashes und Abschwüngen sicher. Wer die richtigen Assets allerdings kombiniert und makroökonomische Entwicklungen im Auge behält, kann das Risiko eines Vermögensverlustes erheblich minimieren.

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